Areal Rote Wand

ökologisch. flexibel. gemeinsam.

 

Beschreibung

Städtebau

Aus dem ersten Ideenwettbewerb „Zukunft Killesberg“ ging im Jahr 2004 der Masterplan des Architekturbüros Pesch & Partner für das gesamte Areal der ehemaligen Messe hervor.

 

Da sich der Standort für Wohnen eignet, soll ein Quartier mit überwiegender Wohnnutzung und ergänzendem Kindergarten entstehen. Der Gemeinderat entschied, dass die Bürgerinnen und Bürger in einer Planungswerkstatt Planungsgrundlagen und Zielsetzungen für das neue Wohngebiet erarbeiten sollen, die in eine Wettbewerbsauslobung einfließen sollen.

 

Eine Bürgerwerkstatt „Wohnen an der Roten Wand“, die am 22.09.2012 stattfand, erarbeitete die städtebaulichen Voraussetzungen für ein anschließendes Wettbewerbsverfahren, das im Juli 2014 durchgeführt wurde.

Die Jury regte hier eine Überarbeitung der ersten beiden Ränge an. Die zweite Preisgerichtssitzung des nichtoffenen Planungswettbewerbs fand am 10.12.2014 statt.

Die Jury empfahl dann die Weiterbearbeitung des Projekts mit dem modifizierten Entwurf des Architekturbüros Kister Scheithauer Gross (ksg) aus Köln.

Grundlage der weiteren Entwicklung ist der städtebauliche Entwurf des Büros ksg/Köln in der überarbeiteten Fassung gemäß den Empfehlungen der Jury und den Wohnbauförderrichtlinien. Die endgültige Fassung der Überarbeitung ist der 25.08.2016.

Am Quartier „Rote Wand“ auf dem Killesberg ist beabsichtigt, ein CO2-neutrales Quartier für Baugemeinschaften und geförderten Wohnungsbau zu entwickeln. Eine Zielsetzung des Projekts mit über 50 % Wohnbauförderung wurde bereits in der Auslobung des Wettbewerbsverfahrens formuliert. Gemäß der Auslobung des Planungswettbewerbs vom 18.03.2014 sollen auf dem Quartier „Entwürfe mit kleinteiligen Parzellierungen, qualifizierten Dichten, flexiblen Wohntypologien, CO2-neutralen Materialien (nachwachsende Rohstoffe etc.)“ umgesetzt werden.

 

Das Preisgericht zum Planungswettbewerb hatte seinerzeit dafür eine entsprechende Empfehlung zur Umsetzung abgegeben. 

 

Gebäude 

Das vierstöckige Gebäude mit Kellergeschoss stellt im Grundriss ein nicht gerichtetes Fünfeck mit gerundeten Ecken dar. Die groben Abmessungen betragen 25m x 27m. Das Kellergeschoss bestehend aus Kellerabteilen, Räumen für Technik, Müll und Wäsche sowie einem Fahrradkeller mit zugehöriger Fahrradwerkstatt und einem Bereich zur Unterbringung von einem E-Rollern und einem Lastenfahrrad. Außerdem soll ein Gemeinschaftsraum als Multifunktionsraum mit Küche und WC entstehen. Dieser ist zudem durch einen Lichthof von außen erschlossen und eine Verglasung zum Lichthof belichtet.  Zudem bildet das Untergeschoss den direkten Zugang zur Tiefgarage, welches für sämtliche Grundstücke auf dem Areal geplant ist.   

 

Der gesamte Keller wird als Stahlbetonkonstruktion gebaut, auf dem die vier oberirdischen Geschosse in Holzbauweise sitzen. Das Erdgeschoss bis 3. Obergeschoss bildet den bewohnten Bereich des Hauses. Pro Geschoss entstehen hier ca. vier Wohnungen. Die Ecken des Fünfeckes werden als Terrassen bzw. Loggien mit einem Radius von ca. 3 - 3,5 m ausgebildet. Zur Außenwand orientieren sich sämtliche wichtige Aufenthaltsräume wie Wohnräume, Ess- und Kochbereiche und Schlafzimmer. Ein Aufzug für einen Rollstuhlfahrer ohne Begleitperson sowie ein Treppenhaus bilden das Zentrum der einzelnen Geschosse und dient als horizontale und vertikale Erschließungsfläche der einzelnen Wohnungen. Um das Zentrum entsteht ein Ring aus Sanitär und Erschließungsflächen.

 

Auf dem Dach entstehen ein gemeinschaftlicher Aufenthaltsbereich, sowie Hochbeete und eine PV-Anlage (extensiv begrünt). Solarstrom soll zusätzlich aus an der Fassade angebrachten Kollektoren gewonnen werden. 

 

Das Haus wird zudem durch Anbringung von Nistkästen für Fledermäuse und Grünfinken den Erhalt der vorhandenen Tiervielfalt unterstützen.

 

Projektdaten

Adresse

Am Kochenhof

70192 Stuttgart

Nutzung

Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten

und Tiefgarage

Planung

Bauzeit

ab 2019

ab Sommer 2022

Bauweise

Energiestandard

Grundstück

Nutzfläche

BGF

BRI

Baukosten

Holzbau (massiv)

KfW 40

ca. 1.148 m²

ca. 1.922 m²

ca. 2.363 m²

ca. 8.125 m³

ca. Mio €